Ich pfeife auf die Pfeifen…

Einsatzbereiter Jung-Schalke
Weckt mich Steppke sonst generell aus den schönsten Träumen, holt er mich am heutigen Samstag abba sowas von aus dem Tiefschlaf, dass ich das diesmal für besonders schäbig halte. 05:45 Uhr, Samstag, endlich mal wieder nen Samstagspieltag. Leichtsinnigerweise habe ich Steppke versprochen, dass er in den Osterferien nun mal wieder mit darf auf Schalke. Tja, und da Steppke von ausgiebigem Schlaf nicht viel hält, folgt die Quittung nun früh morgens um ne endlos lange Viertelstunde vor sechs Uhr. Wäre ja noch alles akzeptabel, denn meist kann ich ihn ja noch überreden mit unter meine Decke zu krabbeln. Und ab und an langweile ich ihn dann sogar so sehr, dass er nochmals in das Land der Träume verfällt. Aber diesmal widerstrebt es mir doch zu sehr, ihn um ein paar Kuscheleinheiten zu bitten. Schließlich steht er in „voller Montur“ vor meiner Bettkante. Soll heißen: Mütze, Trikot, Fußballshort, Stutzen und die neuen blau-weißen (geerbten) Stollenfußballschuhe von seinem Cousin kleiden ihn schon um diese relativ unchristliche Uhrzeit. Natürlich alles im Schalke-Look. Und so gerne ich Steppke auch bei mir habe, mit den Fußballtretern unter meiner Bettdecke muss es nun doch nicht sein…
Nun ja, in dieser Hinsicht schon vielfach leidgeprüft, genieße ich mittlerweile die Vorteile des frühen Aufstehens. Wir sind mal wieder alleine, Steppke und ich, und somit folgen wir den Ritualien unserer „Männertage“: Frühstück bei unserem Bäcker. Nur Vadder und Sohn und die Brötchen. Kein Wunder um 07:10 Uhr in der Früh. Einige rastlose Handwerker im Blaumann beäugen uns skeptisch: Wat macht so`n Langer und so`n Kurzer um diese Uhrzeit in voller Schalke-Montur in einer Dorfbäckerei rund 170km entfernt vom Paradies?! Tja, ihr armen Teufel, die ihr an einem so schönen Samstag die Zeit nicht mit Euren Kindern verbringen dürft und das Geldverdienen vorzieht: Wir frühstücken! Nicht mehr und nicht weniger! Wie jeder andere normale Mensch auch. Für einen langen, „harten“ Tach, Vadder und Sohnemann haben Kampftag, es geht auf Schalke. Da will man gestärkt sein. Und weniger ungläubig angeglotzt!
So früh aufgestanden hat man(n) wenigstens genug Zeit das Gefährt für die Fahrt herzurichten. Salzstangen platzieren, Gläser in die Halterungen stecken und Bierleitung spülen ist ja mittlerweile schon Routine und somit sind Vadder und Sohn um Punkt 09:17 Uhr abfahrfertig. Prima, Abfahrt mit den anderen Mannen ist um 11:30 Uhr. Also genug Zeit alle fünf Minuten dem Steppken die ewig gleiche Antwort auf seine ewig gleiche Frage zu erwidern: „Papa, wann fahren wir denn los?“ „Um 11:30 Uhr, sofern die Anderen pünktlich sind!“ „Sind die denn pünktlich?“ Dat hoff`ich doch mal!“ „Und wenn nicht?“ „Die werden schon pünktlich sein…“ „Ja, abba…“ „KEIN ABBA !!!“ Dieses Frage-Anwort-Spiel über zwei Stunden nervt schon mehr als so mancher Punkt für Schwach-Gelb. Die zwei Stunden werden also mit dem schönen Frage-Antwort-Spiel und Bolzerei Mann gegen Mann überbrückt. Heute fahren wir zu fünft. Die sechste Karte ham wa nich mehr an den Mann gebracht. Schei*e. Nun denn, vielleicht ergibt sich am Stadion ja noch was. Nur uns ist es eigentlich immer lieber im Bulli in voller Besetzung zu fahren. Egal. Für ein Spiel gegen den Tabellenletzten ist es halt nicht so einfach über Ostern die Leute zu motivieren. Es gibt zwar nen Haufen (positiv) bekloppter Schalker, aber momentan ist ja allgemein die Luft raus. Wir haben zwar auch öfters mal die Schnauze gestrichen voll, aber am Ende fahren wir doch sowieso immer. Und das ist gut so. Heute hätte ich mir gewünscht, es wären einige heeme geblieben, aber dazu später mehr. Jedenfalls überpünktlich schlagen alle Mitstreiter bei mir in der Einfahrt auf, und dem Steppken sein Glück, ist unserer Kasse mal wieder ihr Pech. Keine Strafeinnahmen für`s Verspäten. Später sollte ich dann noch selber in die Strafkasse einzahlen dürfen, da ich es wieder mal versäumt habe Fotos zu machen. Aber zum Glück befinden sich ja mal wieder unzählige gelungene Fotos in dem Blog Auswärtssieg! von Matthias BerghöFer. An dieser Stelle auch mal meinen Dank an Deine unermüdliche Arbeit, Matthias. Besonders gelungen auch Deine Aufnahme zur Einleitung Deines Foto-Beitrages mit den zwei Fahnenschwenkenden Schalke-Kids. Da „erwider“ ich doch mal mit einem Schalschwenkendem Schalke-Steppken … ;o)
(Zum Abspielen des AVI-Videos sollte der WindowsMediaPlayer installiert sein. Über Youtube leidet die Qualität der Videos leider zu sehr, ich hoffe das Problem alsbald in den Griff zu bekommen)
Kurzweilige Hinfahrt bis zu unserer obligatorischen Pause. Wie Mütterken füllen wir über die Hälfte der Fahrt die Themen mit Krankheiten, die andere Hälfte natürlich mit unserer Liebe S04. Irgendwie ist bei allen gezz Schluß mit der Dauernörgelei. Es reicht. Der Blick soll nach vorn gerichtet werden. Die Presse schießt sich auch mehr auf die Bazen ein, auch das ist gut so. Bleibt nen büsken Ruhe auf Schalke. Hoffentlich. Gezz bitte kein Rumgeeiere mehr in der Öffentlichkeit von irgendwelcher „offiziellen“ Seite. Und zwar egal ob Vorstand, AR, Ehemalige , potentielle Zukünftige, Dachverband, Fanclubs oder sonstwas. Einfach ma Ruhe mitten im Revier. Dat hat was! Die Rast verläuft bei herrlichstem Wetter auch wie immer. Bis auf das Steppke nen ganzen Bus voller Zecken vertreibt. Meint er jedenfalls. Unser Fahrer parkt auf meine Anweisung hin [dat is dat schöne an den Schalke-Fahrten, da habe ich mal das Sagen :-)] direkt hinter einem Bus voller Sympathisanten für das Fußballdorf aus der Nähe aus Lüdenscheid. Steppke schwenkt schon mit Zornesröte im Gesicht und eigentlich verbotenem verbalem Wortschatz seinen von Oma selbstgestrickten Schal. Kaum steht unser Bulli vollends, reißt Steppke die Tür auf und möchte irgendwas den Leuten in dem häßlichen Bus vor uns zurufen, da startet dieser und entfernt sich ungehört von Steppke vom Parkplatz. Somit hat Steppke ganz alleine nen ganzen Bus voller Zecken vertrieben. Stolz erzählt die Geschichte momentan jedem der sie hören oder auch nicht hören will. Nur ist es gezz kein „Bus voll“ mehr sondern mehrere Hundert der Schwach-Gelben. Mal abwarten, am Ende der Woche hat er bestimmt das ganze Westfalenstadion (tut mir leid liebe Dortmunder, aber der jetzige Name ist echt zu bescheuert) auf dem Parkplatz vor sich hergetrieben. Unsere „Dauergäste“ auf dem Rastplatz werden obligatorisch mit kühlem Faßbier und Kisker bedient und nach netten Begrüßungen und Gesprächen geht es schnell weiter Richtung GE-Schalke, bzw. vorerst GE-Buer, wo unsere Stammpinte beheimatet ist.
Nach ein bis drei Kre- und Fantalängen geht es aus unserer Stammkneipe Wittekindshof (wiedermal vielen Dank für das Reservieren unseres kleinen Tisches) ab in den Tempel der Glücksseeligkeit, sollte man zumindest meinen… Steppke ist aufgedreht bis zum Anschlag. Na das kann ja heiter werden. Wir haben ja Oberrang letzte Reihe. Trepp`rauf, Trepp` runter, von anwesenden Blockfrischlingen und Dauertouristen mit ärgerlichen Blicken begleitet. Jedermann freut sich, wenn Neu-Schalker an den Verein gebunden werden, aber bitte ja nicht wenn sie jedermann denn mal außerordentlich stören, weil die Jung-Schalker doch einaml öfter auf die Toilette gehen als der gemeine Schalker Bierkonsument oder weil Steppke versucht, Papa beim Stadionbesuch mal ne Bratwurst mehr aus den Rippen zu leiern. Dieses mulmige Gefühl, wenn ich mit Steppke mal inner Arena bin, werde ich mittlerweile, sagen wir mal zaghaft, bei diesem äußerst gewöhnungsbedürftigem Publikum nicht mehr los. Vorm Stadion angekommen, lass ich schnell meinen geschulten Adlerblick ins Runde schweifen. Einsam am Wegesrand entdecke ich dann den smarten 17-18jährigen, der mehr teilnahmslos das Treiben vor den Eingangstoren beobachtet. Schnurstracks gehe ich mit Steppke auf ihn zu. „Haste Ticket?“ frage ich ihn direkt. Etwas eingeschüchtert von meinem freundlichen Aussehen antwortet er mit einem kurzen „Nein.“ „Willste denn rein?“ löchre ich ihn weiter. „Jau, abba kein Geld.“ „Haste nen Fünfer?“ „Ja, schon…“. „Na also“ sag ich, „dann komm mit. Ich hab noch nen Steher, den überlass ich Dir für nen Fünfer und allet wird jut!“ Überrascht, dass unsere Jugend doch noch ab und an lächeln kann, passieren wir Seite an Seite und mit Steppke voraus die Drehkreuze. Noch ein kurzes, fast nicht hörbares „Danke“ ernte ich von dem jungen Mann und weg ist er in der Menge. Naja, wat soll`s, wahre Dankbarkeit sieht meiner Meinung nach zwar anders aus, aber vielleicht erinnert er sich ja irgendwann in seiner „Fankarriere“ mal, dass ihm auch mal geholfen wurde. Wenn ich da an meinen ersten Stadionbesuch überhaupt denke…: Das war irgendwann Mitte der Siebziger, Bielefeld vs Bayern auf der Bretterbude Alm. Geld von Vadder mitbekommen und von Kollege von Vadder mitgenommen. Spiel war natürlich ausverkauft bis auf wenige Restkarten an der Tageskasse. Kollege von Vadder sacht: “Das machen wir schon!“ Ende vom Lied war, dass ich mir vom Eintrittsgeld nen „Asterix und Obelix“ gekauft habe und dieses auf einer flachen Mauer direkt vor den Eingangstoren zur Alm gelesen habe. Über meine tief verletzte kindliche Seele will ich hier gezz mal nicht sprechen.
Nachdem ich mit Steppke die letzte Reihe im Oberrang erklommen, die üblichen Nachbarn und Schalker Kollegen begrüßt habe, geht das Spiel auch schon bald los. Den Kick jetzt großartig zu analysieren, macht in meinen Augen wenig Sinn. Es ist ein mäßiges Spiel in dem eine mäßige Schalker Elf gegen erschreckend schwache Karlsruher verdient gewonnen hat. Dabei könnte man es eigentlich belassen. 3 Punkte, abputzen, fettich. Das Schönste sind neben dem Wetter die beiden Tore, die wirklich sehenswert sind, vor allem das von Jefferson. Mir reicht das derzeit aber auch. Die Saison ist nach den ganzen Turbulenzen auf Schalke eh gelaufen und das Wichtigste ist nun, dass Ruhe in den Verein einkehrt und vorallendingen bleibt. Mir sind schöne Spiele erstmal nicht mehr so wichtig. Momentan zählt das Ergebnis und das passt gegen den KSC. Im tiefen Inneren träume ich zwar auch noch von der Minimalchance UEFA-Cup (ich nenn ihn erstmal weiter so), aber bei dem anstehenden Restprogramm wie die Bazen, Stuttgart und Leverkusen fehlt mir ein wenig der Glaube daran. Wenn durch die Teilnahme an diesem Cup nicht auch ein paar Mehreinnahmen zu erwarten wären, würde ich aus sportlichen Gründen auch gerne auf eine Teilnahme daran verzichten. Ok, man weiß nie was kommen wird, aber mit den sportlichen Glanztaten möchte ich meinen S04 momentan lieber nicht auf europäischer Bühne sehen. Ein Neuanfang sollte auch ein wirklicher Neuanfang sein. Und dazu gehört für mich volle Konzentration auf die Bundesliga in der Saison 2009/10. Da helfen uns, sportlich gesehen, zu erwartende Tingeltangel-Touren über europäische Exklaven bis zum frühen Ausscheiden herzlich wenig. Alle Macht der BuLi. Trotzdem natürlich auch alle Macht der unwiderstehlichen Siegesserie von Buyo und seinen Mannen. Unser Mike ist auch in meinen Augen so ein büsken der Sympathie- u. Hoffnungsträger und mein Schalker Herz gönnt ihm – und damit unzertrennbar natürlich auch mir – Erfolg in allen Belangen. Und wie erfrischend seine Statements und Interviews sind, brauch` ich hier wohl keinem „Kenner“ der Szene zu erklären?! Ob der Verein allerdings mit der Lösung Buyo über das Saisonende hinaus glücklich wird, irgendwie fehlt mir dazu hier die Meinung. Ich wünschte es mir, aber ebenso besteht die Angst, dass alter Schalker Klüngel auf Dauer wieder die Oberhand gewinnen könnte. Aber ich habe mich entschlossen, die Entscheidung nun VERTRAUENSVOLL der Führungsetage und den Entscheidungsträgern auf Schalke zu überlassen. Auf allen Seiten sind Fehler gemacht worden. Das haben wohl auch alle Seiten mehr oder weniger eingesehen und damit sollten wir es jetzt auch gut sein lassen. Die Führungsetage hat jetzt die Aufgabe, den sportlichen „Kopf“ mit Trainer und Manager wieder aufzustellen und eine zukunftsträchtige Mannschaft zusammenzustellen. Dafür sind sie u.a. da. Das werden sie bestimmt unter Berücksichtigung der gemachten Fehler auch professionell tun. Und wir die Fans und passiven Mitglieder haben die Aufgabe, dazu zu stehen, wie wir auch hinter unserer derzeitigen Mannschaft stehen sollten. Sollten…

Und ich an ihn…
WIR haben MIR nämlich die Laune heute gründlich versaut. Tut mir leid, wenn ich das jetzt einfach mal so pauschalisiere, aber was heute in der Arena wieder abgegangen ist, ist einfach unter aller Sau. Ich rede nicht von meinen verzweifelten Versuchen, aufgefangene Stimmung im Block weiterzugeben, stumpf vor sich hindösende „Schalker“ zu animieren die Knappen auf dem Platz zu unterstützen. Ich rede nicht von den Vollpfosten auf ihren Plastik-Sitzen, die mich mit vier vollen Bechern Kre und Fanta auf meinen Steppken schubsen, weil wir, höflich hinter dem Eismann wartend, den Deppen kurzzeitig die Sicht versperren. Ich rede auch nicht von den Arenatouristen, die wieder einmal ihren ganzen Wochenfrust mit Dauergenörgel kundtun. Ich rede von den unsäglichen Pfeifen, die bei der anstehenden Einwechselung von Engelaar pfeifen und pfeifen und pfeifen und schreien und buhen und jegliche gute Kinderstube vermissen lassen. Die nur noch in unser Stadion kommen, um bei dem ersten Fehler unserer Schalker Fußballer lauthals ihre Schmährufe an den Mann zu bringen. Das dieses Verhalten für die Mannen auf dem Platz nicht gerade leistungsfördernd ist, ist Euch nicht nur nicht bewusst, schlimmer, es ist Euch Schei*egal. Ich bin es einfach leid, Euch Leute weiter zu ertragen. Ihr – und ich bezeichne Euch bewusst nicht als Schalker – schadet dem Verein, schadet den Mannen auf dem Platz. Und ihr merkt es nicht mal, weil ihr ja der Ansicht seid, das ihr ja soooo Recht habt. Schließlich habt ihr bezahlt und erhebt damit jeglichen Anspruch auf artgerechte Unterhaltung. Warum bleibt ihr nicht einfach zu Hause. Ihr sollt auch nicht kommen und den Mund halten, was ich bis vor kurzem noch akzeptiert hätte. Bleibt einfach in Euren vier Wänden und bespuckt Eure Flachbildschirmbreitwandglotze mit Gift und Galle und zertrümmert dabei meinetwegen Euren Gelsenkirchener Barock. Lieber sitze ich mit 30.000 Schalkern in einem halbleeren Stadion als mit Euch Spacken weiterhin in einem Block. Ich bin wahrlich nicht mit den bis dato gezeigten Leistungen eines Orlando Engelaar einverstanden. Ich habe mich schon während der EM2008 über das angebliche Interesse des S04 an einem gewissen Engelaar gewundert, als Oranje wahrlich herrlichen Fußball mit zehn Leuten zeigte. Schon da war m.E. Orlando ein Fremdkörper im Team der dynamisch auftretenden Holländer. Aber muss es nicht auch irgendwann mal gut sein? Orlando ist vom Stammspieler zum Ergänzungsspieler degradiert worden. Aufgrund seiner Leistungen durchaus verständlich. Und es hätte in der Ära Rutten auch ruhig schon mal eher sein dürfen. Das lange Festhalten an Orlando von Fred Rutten war sicherlich auch einer der Kritikpunkte, die dem ehemaligen Trainer den Kopf gekostet hat. Aber auch Orlando hat eine weitere Chance verdient. Denn mit Sicherheit ist gerade er selbst nicht mit seinen bisher gezeigten Leistungen auf Schalke zufrieden oder gar glücklich. Aber er trägt unser Trikot. Ab dem Moment sollte es auch zweitrangig sein, was ein Spieler für den Verein an Ablöse gekostet hat. Haben wir nichts Besseres zu tun, als nun die nächste Sau durchs Dorf zu treiben und einen weiteren Kopf zu fordern. Doch! Haben wir! Es ist unsere Pflicht, eine eh schon verunsicherte Mannschaft nun auch mal auf Gedeih und Verderb zu unterstützen. Bedingungslos. Auch wir stehen in der Pflicht den ausgerufenen „Neuanfang“ auf Schalke zu fördern und zu unterstützen. Und nicht nur ewig und immer wieder drauf einzuprügeln. Aber meckern und motzen ist ja auch so schön einfach. Jedenfalls einfacher als mal 90 Minuten ein Feuerwerk abzubrennen, ein Feuerwerk für die Mannschaft, für den Verein, für unseren S04! Und die dargebotene tatsächliche Leistung spielt da eine sehr untergeordnete Rolle. Derzeit geht es nur um die Ergebnisse. Und um den besagten Neuanfang. Und da kann ich auch mal mit schlechten Leistungen leben und sie akzeptieren und 100%tigen Support bringen. Wir sind Schalke? Ich habe die Arroganz zu behaupten, einige viele von Euch nicht. Tut mir leid, aber je mehr ich an diese Lauerstellung auf Fehler und die unsägliche Pfeiferei bei der Einwechselung von Orlando Engelaar denke, umso mehr schwillt mir der Kamm. Habe fertig!
Das Spiel erfolgreich hinter uns gebracht, war Steppke natürlich auch rundum mit sich zufrieden. Die unfreiwillige Bierdusche durch den Deppen am Treppenaufgang schon längst vergessen, brüstet er sich auf dem Fußmarsch zurück zum Bulli schon wieder mit seiner aufopferungsvollen Glanztat, als er auf der Hinfahrt die Busladungen Lüdenscheider vertrieben hat. Als dann noch während der Rast auf der Rückfahrt ein einsamer Lüdenscheider unseren Weg kreuzte, kannten seine Heldentaten keine Grenzen mehr und ich möchte mich bei Dir nettem Dortmund-Fan – ja, das liest sich so richtig - bedanken, dass Du die Schmährufe eines Sechsjährigen so tapfer und vorallendingen lächelnd ertragen hast. Zur gegenseitigen Meinung meiner Mitreisenden, werde ich mich bemühen an meinen erzieherischen Fähigkeiten zu arbeiten…
CU again Cottbus, Euer Mspie
